Dr. Georg-Klaus de Bronett, LL.M.

LL.M. (Brügge).
Of Counsel.

An der Hauptwache 7
60313 Frankfurt am Main

T: +49 69 900 26-833
F: +49 69 900 26-999
E: georg.debronett@schulte-lawyers.com

Download v-Card

 

Schwerpunkte.

  • Europäisches und deutsches Kartellrecht
  • Kartellbußgeldverfahren

Sprachen.

Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über.

Georg-Klaus de Bronett unterstützt als Of Counsel das Kartellrechtsressort von SCHULTE RIESENKAMPFF. bei der Beratung nationaler und internationaler Unternehmen in allen Bereichen des deutschen und europäischen Kartellrechts, insbesondere in Kartellbußgeldverfahren. Seine Expertise bezieht Herr de Bronett nicht zuletzt aus seiner langjährigen Tätigkeit als Leiter der Referate „Kartelle“, "Pharmazeutische Produkte" und "Dienstleistungen" in der Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission.

Das Magazin „Der Spiegel“ hat die Tätigkeit von Herrn de Bronett als Leiter des Referats "Kartelle" gewürdigt (Ausgabe 36/2000). Heute ist Georg-Klaus de Bronett einer der schärfsten Kritiker der Entscheidungspraxis der Kommission und der Unionsgerichte (EuG und EuGH) in Kartellverfahren. Seine praktische und akademische Erfahrung erlaubt es ihm, die Unzulänglichkeiten von kartellrechtlichen Beschuldigungen aufzuzeigen und für die Verteidigung der betroffenen Unternehmen nutzbar zu machen.

Vita.

Georg-Klaus de Bronett, Jahrgang 1945, studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Bochum und Köln (1967-1971). Anschließend war er Direktionsassistent bei dem internationalen Brauereiunternehmen „Brouwerijen Artois“ (jetzt ABInBev/SABMiller) in Leuven/Belgien (1971-1975). 1975/1976 studierte Herr de Bronett am Europa-Kolleg in Brügge und schloss zudem 1976 seine Promotion an der Universität zu Köln ab.

Neben Praktika in der Generaldirektion Wettbewerb der Kommission (1976) und im Juristischen Dienst des Rates (1978) absolvierte Georg-Klaus de Bronett von 1977-1979 den juristischen Vorbereitungsdienst am OLG Köln. Anschließend war er als Geschäftsführer im Europäischen Brauerverband in Brüssel tätig (1979-1981).

Von 1981-2010 war Herr de Bronett Bediensteter der EG/EU. Die ersten zwei Jahre war er im Koordinationsdienst des Rates tätig.  Anschließend wechselte er zur Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission und fungierte dort zunächst als Berichterstatter (1982-1999), u. a. im Referat "Landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel". 1999 wurde Georg-Klaus de Bronett zum stellvertretenden Leiter des Referats "Medien" und 2000 zum Leiter des Referats "Kartelle" ernannt. Unter der Leitung von Herrn de Bronett etablierte sich die Generaldirektion Wettbewerb der Kommission aufgrund der Arbeit des Kartellreferats neben dem Department of Justice der USA als weltweit tonangebende Wettbewerbsbehörde im Bereich Hard-Core-Kartelle (Kronzeugenreglung 2002; International Cartel Workshop, Brüssel 2003). Als Leiter des Referats "Pharmazeutische Produkte" legte Georg-Klaus de Bronett mit der Planung und Einleitung der Sektorenuntersuchung von 2008 den Grundstein für die aktuelle Wettbewerbspolitik der Kommission in diesem Bereich. Am 1. Juli 2010 trat Herr de Bronett in den Ruhestand. Von September 2010 bis Mai 2015 arbeitete Georg-Klaus de Bronett als freiberuflicher wissenschaftlicher Berater für europäisches Kartellrecht. Im Juni 2015 wurde er zum Of Counsel der Sozietät SCHULTE RIESENKAMPFF. ernannt.

Herr de Bronett war langjähriger Dozent für Kartellverfahrensrecht an der Universität St. Gallen. Er ist Autor eines Kommentars über europäisches Kartellverfahrensrecht, Kommentator der Art. 101 und 102 AEUV sowie der kartellrechtlichen Sonderregelungen im landwirtschaftlichen Bereich in zwei Handbüchern. Georg-Klaus de Bronett nimmt intensiv an der wissenschaftlichen Diskussion aktueller Kartellrechtsprobleme teil, was seine zahlreichen veröffentlichten Abhandlungen belegen.

Veröffentlichungen.

Bücher

Kommentar zum Kartellrecht, Artikel 101 AEUV, Schulte/Just, 2. Auflage 2015 (Mitarbeit bereits bei der Vorauflage)

Kommentar zum Europäischen Kartellverfahrensrecht, de Bronett, 2. Auflage 2012

Kommunikationsdefizite der Kommission bezüglich ihrer verfahrensabschließenden Kartellbeschlüsse, Festschrift für Cornelis Canenbley zum 70. Geburtstag, 2012

§ 22 Das Verbot des Missbrauchs marktbeherrschender Stellungen im EG-Kartellrecht (Art. 82 EG), und § 32 Landwirtschaftliche Erzeugnisse (3. Auflage in Vorbereitung), Handbuch des Kartellrechts, Wiedemann, 2. Auflage 2008 (Mitarbeit bereits bei der Vorauflage)

Kommentar zum EU-/EG-Vertrag, 6. Auflage, Band 2, Die Verordnung Nr. 17, von der
Groeben/Schwarze (Mitarbeit bereits an den Vorauflagen)

Kommentar zum Europäischen Wettbewerbsrecht 2003, Die Verordnung Nr. 17,
Schröter/Jakob/Mederer

Die EU-Gruppenfreistellungsverordnung für vertikale Wettbewerbsbeschränkungen,
RWS-Skript 311 (2001), Bauer/de Bronett

Abhandlungen

Die zivilrechtliche Grundstruktur des gerichtlichen Schutzes gegen rechtswidrige
Kartellgeldbußen der EU-Kommission: eine Blaupause für die Reform der
Kartellverfahrensrechte der Mitgliedstaaten?, NZKart 2015, S. 512 ff.

Gesamtschuldnerische Geldbußen nach EU-Kartellrecht für Personen, die
wettbewerbswidrig handelnden "wirtschaftlichen Einheiten" angehören,
EWS 2015, S. 123 ff.

Das formelle Verfahren der Kommission zwecks Zurückweisung von Antitrust-
Beschwerden im Spannungsverhältnis zwischen Politik und Recht, WuW 2015 S. 26ff.

"Unternehmen" als Wiederholungstäter im EU-Kartellrecht vor und nach der Akzo
Nobel-Rechtsprechung des EuGH zum Unternehmensbegriff, EWS 2014, S. 313ff.

Die Unwirksamkeit der Befugnis des Gerichtshofs der EU zu unbeschränkter
Nachprüfung von Geldbußenbeschlüssen der Kommission in Kartellsachen,
EWS 2013, S. 449 ff., 2014, S. 5ff.

Ein Vergleich zwischen Kartellgeldbußen gegen Unternehmen und „Pauschalbeträgen“
gegen Mitgliedstaaten wegen Verstoß gegen EU-Recht - Ein Beitrag zur Reform des
EU-Kartellrechts, ZWeR 2013, S. 38 ff.

Der „More Economic Approach“ bei der Anwendung des europäischen
Kartellverwaltungsrechts und Kartellstrafrechts, EWS 2013, S. 1 ff.

Die Rechtmäßigkeit der neueren Geldbußenpraxis der EU-Kommission wegen
Verstoß gegen Verfahrenspflichten nach Art. 23 Abs. 1 Verordnung Nr. 1/2003,
WuW 2012, S. 1163 ff.

Plädoyer für eine Reform der Aufgabenverteilung zwischen der Kommission und dem
Gerichtshof der EU bei der Anwendung der Art. 101 und 102 AEUV in Einzelfällen, ZWeR
2012, S. 157 ff.

„Unternehmen“ als „wirtschaftliche Einheiten“ - Das neue EU-Kartellrecht nach
der Rechtsprechung des EuGH in der Rechtssache C-97/08 Akzo Nobel,
EWS 2012, S. 113 ff.

Das Anti-Antitrust, WuW 2011, S. 441.

Die neuen Ermittlungsbefugnisse der Kommission, EWS 2011, S. 8 ff.

Sektorenuntersuchungen - Die Ausübung einer Ermittlungsbefugnis als Aufgabe des
europäischen Kartellrechts, WuW 2010, S. 258 ff.

Gemeinschaftsrechtliche Anmerkungen zum "Orange-Book-Standard"-Urteil des BGH,
WuW 2009, S. 899 ff.

Der Entzug des Vorteils der Anwendung einer Gruppenfreistellung durch nationale
Behörden, WuW 1999, S. 825 ff.

Grünes Licht für die neue Gemeinschaftspolitik bei vertikalen Beschränkungen,
European Law Reporter 1999, S. 290 ff.

Rechtsschutz bei Zurückweisung von Beschwerden durch die Kommission
im europäischen Kartellrecht, European Law Reporter 1998, S. 449 ff.

Der EuGH zu den Verfahrensgarantien unmittelbar und individuell betroffener dritter
Personen im Fusionskontrollverfahren, European Law Reporter 1998, S. 258 ff.

Das Beschwerderecht von Personen und Personenvereinigungen bezüglich der
Anwendung der Art. 85 und 86 EG-Vertrag durch die Europäische Kommission,
WuW 1997. S. 865 ff.

Akteneinsicht in Wettbewerbsverfahren der Europäischen Kommission,
WuW 1997. S. 383 ff.

Die einstweiligen Anordnungen des EuGH und EuGEI in Wettbewerbssachen;
WuW 1994,  S. 813 ff.

Eröffnung und Abschluss von Wettbewerbsverfahren im Anwendungsbereich der
VO Nr. 17 des Rates, WuW 1989. S. 459 ff.

Praxis des europäischen Kartellrechts 1988/1989, FIW-Schriftenreihe
Heft 135 (1990), S. 57 ff.

Preisregelung im Getränkebezugsvertrag nach deutschem und französischem Recht,
RIW/AWD 1978, S. 767 ff.

Promotion

Der Bierlieferungsvertrag als Beispiel vertraglicher Monopole im deutschen,
französischen und belgischen Recht, Köln (1976)