Rechtsanwalt Dr. Michael Hördt erläutert in seiner Luck of the Irish Story, wie seine Leidenschaft zu Irland entstand und wie es somit zum Irish Desk bei SCHULTE RIESENKAMPFF. gekommen ist.


Mein erster Besuch in Irland kam unverhofft, ungeplant und entsprach dem berühmten „Luck of the Irish“.

Im November 2008 hatte ich geplant einen Freund in Rhyl im Norden Wales zu besuchen, der dort ein freiwilliges soziales Jahr absolvierte. Highlight sollte am Montag nach meiner Ankunft ein Besuch des Spieles des Liverpool FC gegen West Ham United werden. Doch es sollte anders kommen und das eigentliche Highlight war nicht das Fußballspiel, sondern die Reise nach Wales, die einen unverhofften Zwischenstopp in Irland beinhaltete.

Der einfachste Weg nach Rhyl war ein Flug nach Manchester und von dort die Weiterfahrt nach Rhyl mit dem Zug.

Mein Flug sollte mit einer bekannten günstigen irischen Fluggesellschaft von Frankfurt Hahn erfolgen. Bei meiner morgendlichen Ankunft am Flughafen zeigte sich aber gleich eine große Schwierigkeit – der Nebel um den Flughafen war so dicht, dass man nicht nur sprichwörtlich, sondern auch tatsächlich, die Hand vor Augen nicht mehr sah. An diesem Morgen konnte kein Flugzeug in Frankfurt Hahn landen, also auch nicht mein Flugzeug, dass weiter nach Manchester fliegen sollte. Daraufhin wurde mir von der Airline für den Montagabend der nächste Flug nach Manchester angeboten. Dies hatte nur einen Haken, dass Spiel sollte auch um diese Zeit stattfinden. Also war dieser Flug nicht möglich. Daraufhin meinte die Servicemitarbeiterin: „Ich kann Ihnen nun etwas anbieten, das wird Ihnen aber nicht gefallen.“ Sie konnte nicht falscher mit dieser Aussage liegen. Ich konnte abends nach Dublin fliegen und von Dublin am nächsten Morgen mit der ersten Maschine nach Manchester. Sofort sagte ich zu und flog nach Dublin, ohne einen Plan von der Stadt zu haben oder auch nur eine Ahnung, was mich erwarten wird.

Angekommen gegen 20 Uhr in Dublin nahm ich „auf gut Glück“ einen in das Stadtzentrum und stieg an der O’Connell Street aus. Sofort gefiel mir die Atmosphäre in der Stadt und die Herzlichkeit der Leute. In meinem ersten Pub wurde sich herzlich um mich, der mit der der großen Reisetasche durch Dublin marschierte, gekümmert. Leute fragten mich, ob sie, als ich am Liffey vom Customs House und den Four Courts Fotos schoss, ein Foto machen sollen, da ich ja offensichtlich alleine reise. So verbrachte ich meine ersten Stunden in Irland bis morgens um drei wandernd durch die Straßen Dublins, wobei noch viele Stunden folgen sollten. Für mich stand schon damals fest, dass dies zwar mein erster Besuch in Irland war – mit Sicherheit aber nicht mein letzter. Seit diesem Besuch bin ich auch mindestens einmal pro Jahr in Irland und bin immer wieder von Land, Leuten und der irischen Kultur begeistert.


Dr. Michael Hördt berät Unternehmen im individuellen und kollektiven Arbeitsrecht. Außerdem berät er insbesondere irische Unternehmen bezüglich aller arbeitsrechtlichen Fragestellung beim Eintritt in den deutschen Markt.